Ausflug nach Aix en Provence. Ich hab uns ein Picknick gemacht: Brot mit gesalzener Butter, Salamischeiben, Fleischwurst und Käse. Los gehts über den Landweg. Mautsparen.

Nach einer einstündigen Fahrt und einiger Herumgurkerei in Aix finden wir dann doch noch ein Parkhaus.

Französische Parkhäuser
Kein Wunder , dass französische Autos so verbeult sind. Man muss schon ganz schön rangieren, um in eine Parklücke in einem französischen Parkhaus reinzukommen. Und nicht jede Lücke ist groß genug, um ein deutsches Auto beulenfrei zu lassen.

Das Parkhaus ist glücklicherweise direkt am Centre Ville, dem Stadtzentrum. Kleine Gässchen mit vielen Geschäften, total romantisch. Und dazwischen Fußgängerzone. Äh, Moment! Da fahren ja Autos! Tatsächlich. *Keine* Fußgängerzone. Hier fahren überall Autos. In manchen Gassen muss man als Fußgänger sogar in Hauseingänge ausweichen, so eng ist es. Und das sind nicht mal Einbahnstraßen! Am Anfang jeder Gasse steht eine Ampel, so dass immer nur in eine Richtung gleichzeitig gefahren wird. In Amsterdam ist das genauso.

Wirschlendern durch die Gassen, über die Hauptstraße mit seinen vielen Restaurants, jeder Menge Brunnen und vielen Statuen in der Mitte. In den kleinen Gässchen gibt es jede Menge Geschäfte. Mich hat das etwas an Amsterdam erinnert, aber die Häuser darüber haben doch einen sehr südländischen Charakter.

Kirchen inmitten von Häusern in engen Gassen Statuen stehen hier überall überall!  
  Eingang in die Stadt Momo und Mama beim Immobilienmakler wie gesagt, überal Statuen
Kreisverkehr ohne Verkehr und mit ich glaub ich nehm lieber das französische... Türme
Gasse Gasse Gasse viele Plätzchen
 
und natürlich Statuen und Kirchen und Tore  
Und jetzt ins Paradies...      
      ...und nie wieder raus
Gassen und Kirchen. Hier die Kathedrale Karusells gibts hier auch mit Chansons als Musik :)
ach ja, Gassen oh, eine Statue Mo schwächelt. Er wurde an dem Tag krank Brunnen
und überall sieht man Gärten inmitten hoher Mauern noch eine Gasse und noch ein Platz  
Schade, dass es so gut wie keine Fußgängerbereiche gibt. Durch die engsten Gassen fahren Autos Armer Mo...   Die Hauptalle mit den meisten (und teuersten) Restaurants
Ein sehr berühmter Platz. Der war früher mal eine private Terasse...  

 

An dem Bonbon-Laden konnten wir dann doch nicht vorbeigehen.

Wie man in Frankreich Tee kauft
Apotheke

Da Mo heute ziemlich kränklich war, wollte in der gegenüberliegenen Apotheke nur mal eben einen Erkältungstee kaufen. Dass das zu einem Problem werden konnte, wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

In einer französischen Apotheke muss man am Eingang eine Nummer ziehen. Das hat keinen Sinn, da die Nummernanzeige hier ohnehin nicht funktionierte, aber man musste eben. Nach langer langer Wartezeit kam ich dann dran. Ich habe der Frau erklärt, dass ich gerne etwas gegen Erkältungen hätte. Daraufhin fing sie schonmal an, wie wild ihren Computer zu bearbeiten. "Pour mon fils. Un thé" hab ich ihr gesagt. Ah, wie alt mein Sohn denn wäre. Für Fünfjährige hat sie gar nichts. - Auch keinen Tee? - Daraufhin erntete ich nur ungläubige Blicke. Tee in einer Apotheke? Nicht in Frankreich. Nach langem Überlegen meinte die Dame, ich solle es mal in dem magasin diadethic um die Ecke versuchen. Super. Also kam ich unverrichteter Dinge wieder zu dem Männern. Mo ist fast schon auf Jürgens Schoß eingeschlafen. Der Arme. Da dieses magasin diadingsbums in der falschen Richtung lag, sind wir lieber Richtung Auto gegangen in der Hoffnung, evtl. an einem Teeladen vorbeizukommen. Yeah! Da war auch einer. Also rein. "Mein Sohn ist krank und braucht etwas Tee. Haben Sie vielleicht du thé au menthe oder sowas?" Der junge Mann - erst wollte ers auf englsich versuchen, aber ich wollte doch lieber beim Französischen bleiben - fragte dann ganz freundlich "vert ou noir? - grünen oder schwarzen?" Äh, nein, "thé des herbs" wollte ich eigentlich. Unverständliche Blicke. Da kam eine andere Verkäuferin zu Hilfe. Ich meine wahrscheinlich eine infusion. Ja, stimmt, in der Kräuterheilkunde heißt sowas auch Infus. Hätte ich mir ja denken können. Der Mann kramt also aus der letzten Ecke ein großes Glas hervor. Das erste enthält irgendeinen Früchtetee mit ein wenig Kräutern drin. Mir ist es mittlerweile egal. Hauptsache ein trinkbarer Tee. Da holt er noch ein Glas hervor. Ich traue meinen Augen kaum. Kräutertee! Mit Minze! JUHU! Ce ça! Überglücklich verlassen wir mit einem Päckchen Kräutertee das Geschäft.

Nach einer langen Runde durch die Stadt haben wir dann eine Brasserie gefunden, wo es auch Nudeln Napolinaise gab - Mo hat sich Spaghetti mit Tomatensosse gewünscht. Wir Großen wollten die Plat du jour, die gab es wahlweise mit entrée oder mit dessert. Klar, Jürgen das entrée, ich das dessert. Zum Tagesmenü - Schinken mit Senfsoße, sollte es eigentlich Kartoffelgratin geben. Das war aus, es gab jetzt Tagliatelle mit Gemüse. Auch gut. Und leider war es nicht möglich, eine kleine Portion Taglatelle mit Tomatensosse zu bekommen. Super. Also haben wir einfach einen extra Teller für Mo bestellt und er bekam was von mir ab. Dafür musste ich für den Nachtisch einen Euro extra zahlen, weil die tarte chocolat teurer war als die anderen Nachtische. Dafür hats aber ziemlich gut geschmeckt. Und preislich war es für französische Verhältnisse auch ok (35,- Euro für uns drei).

Frisch gestärkt sind wir Richtung Altstadt geschlendert. Mo hat schlapp gemacht und durfte abwechselnd auf Jürgen und mir reiten. Am Pferdekarussell kamen wir natürlich nicht vorbei. Aber da Mo die ganze Zeit so gefroren hatte und er kein Eis zum Nachtisch wollte, durfte er stattdessen Karusell fahren. Weiter gings durch Gassen mit Kirchen und alten Gebäuden. Alles gnaz eng. Schon eigenartig, in einer so engen Gasse plötzlich vor eine Kathedrale zu stehen. Mo baute immer mehr ab. An einem alten Brunnen, der auf einem Platz stand, der früher einmal als Terasse angelegt wurde, haben die Männer dann Pause gemacht.

Jetzt aber nix wie zum Auto und nach Hause. Mo ist im Auto nochmal eingeschlafen. Zu Hause haben wir auch nur noch eine Kleinigkeit gegessen. Ann, Jean Pierres Frau, hat gesehen, dass es Mo nicht gut ging und hat uns frischen Thymian gebracht, der um das Haus überall wild wächst. Daraus hab ich ein Duftkissen gebastelt. Noch eine Tasse Tee, und ab ins Bett.

 

 

 

 

 

Tag 5, Mittwoch, 16.09.2009 - Aix en Provence